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White Line Disease Prevention

Krankheit der Weisse Linie

Was ist die Krankheit der Weisse Linie

Krankheit der Weisse Linie (White Line Disease, WLD) ist eine weit verbreitete Erkrankung, die vor allem den medialen (mittleren) Bereich der Hufwand angreift. Ursache ist Befall mit Mikroorganismen, Bakterien als auch Pilzen, denen Pferde überall ausgesetzt sind.

Horse Hoof with White Line Disease

Symptome der Krankheit der Weisse Linie

Die Anfangsstadien verlaufen schmerzfrei. Oft ist es der Hufschmied, der WLD beim routinemäßigen Hufbeschnitt oder Beschlag entdeckt. Es werden Unregelmäßigkeiten oder Verdickungen der sogenannten Weißen Linie auf der sohlenseitigen Oberfläche sichtbar, meist in Verbindung mit trockenen, kreidigen Ablagerungen im Bereich der Hufsohle. Eventuell bemerkt der Hufschmied Einbrüche an verschiedenen Stellen. Gegenüber den befallenen Stellen der Hufwand kann es zu konkaven Eindellungen kommen, im Bereich darüber zu Ausbeulungen. Die zunehmend ausgehöhlte Hufwand kann wegbrechen. Beim Beschlag kommen alte, dunkle Nagellöcher zum Vorschein und Nägel halten immer schlechter. Im fortgeschrittenen Stadium beginnt das Pferd zu lahmen.

Ursachen der Krankheit der Weisse Linie

Auch Pferde, die unter optimalen Bedingungen gehalten werden, können von WLD befallen werden, ohne dass eine klare Ursache erkennbar ist. In der Regel aber kommen mechanische Einwirkungen, Umweltbedingungen oder Ernährungsfaktoren als Auslöser in Betracht, oft mehrere davon zugleich.

Umweltbedingungen

Löcher und Fehlstellen ermöglichen den Mikroben, die mit WLD in Verbindung stehen, den Zugang. Feuchte Umgebung begünstigt ein Aufweichen der Hufsubstanz und macht es damit Bakterien und Pilzen leicht, in den Huf einzudringen.

Eine weitere mögliche Ursache ist ein vorheriger Abzess oder Hufrehe, die Risse und Spalten im Huf hinterlassen und ihn dadurch angreifbar für Infektionen gemacht haben.

Ein Schlagtrauma, das auf die Hufkapsel eingewirkt hat, kann zu Schrammen und Blutergüssen führen. Die verletzten Blutgefäße bieten eine gute Nahrungsgrundlage für „huffressende“ Mikroben.

Ernährung

Unterschiedliche Aspekte der Ernährung haben eine ungünstigen Einfluss auf die Hufqualität und fördern das Eindringen von Mikroorganismen, die die Weißlinienkrankheit verursachen.

Übersupplementierung mit Selen begünstigt WLD. Für den Aufbau stabiler Hufhornsubstanz wird Schwefel benötigt. Werden diese Schwefelbrücken durch Verbindungen mit überschüssigem Selen ersetzt, wird das Hufhorn geschwächt.

Ein weiterer Ernährungsfaktor, der WLD fördert, ist ein Überschuss an Kleie im Futter. Kleie ist der faserige Anteil an Samenhüllen, der nach dem Dreschen des Getreides zurückbleibt. Gleich ob es sich um Weizen, Reis, Hafer oder anderes Korn handelt, Kleie enthält Phytate. Phytate hemmen die Aufnahme von Calcium und machen das Pferd anfällig für Calciummangel und weitere Störungen des Gleichgewichts der Mineralienversorgung. Calcium ist von Bedeutung für den Zusammenhalt der Zellstruktur im Hufgewebe. Calciummangel, der häufig durch Futter mit hohem Kleieanteil verursacht wird, beeinträchtigt die Hufqualität und macht Hufhorn spröde.

Auch ein Überschuss oder Mangel an Vitamin A kann der Hufqualität schaden und Infektionen Vorschub leisten.

Warum greift WLD zuerst die mediale Hufwand an?

Die äußere Hufwand widersteht Infektionen, weil ihre Dichte relativ groß ist und weil sie stärker dem umgebenden Sauerstoff ausgesetzt ist als die mittlere.

In der mittleren Hufwand mit ihrer weniger geringeren Dichte und Sauerstoffexposition gedeihen hufschädigende Organismen besser, da sie auf eine nährstoffreiche und zugleich sauerstoffarme Umgebung angewiesen sind.

Der dritte, innere Bereich der Hufwand wird durch die Nähe zum lebenden, durchbluteten Gewebe geschützt, das mit seinem Sauerstoffreichtum anaeroben Keimen keinen Nährboden bietet und zudem infektionshemmende Eigenschaften besitzt.

Äußerliche Behandlung der Krankheit der Weisse Linie

Auch wenn richtige Ernährung die Hufwand stark und widerstandsfähig gegen WLD macht, sollte ein lokal wirksames Hufpflegeprodukt mit antimikrobiellen Inhaltsstoffen angewendet werden.
Jod und Teebaumöl sind Beispiele für wirksame und in der Anwendung unbedenkliche Bestandteile.
Es gibt besonders effektive Produkte, die sich mit ihrer klebrig-zähen Konsistenz leicht anwenden lassen und lange in Rissen, Fehlstellen, Nagellöchern und abgelösten Stellen der Hufwand haften.

Sie sollten keine äußerlichen Hufpflegemittel anwenden, die den Zutritt von  Sauerstoff zur Hufwand verhindern. Vermeiden Sie auch Mittel, die aggressive Chemikalien wie Bleichmittel, Kupfersulfat, Fette, Mineralöl, Baumharz, Formaldehyd, Aceton oder Terpentin enthalten. Generell sollten Sie Produkte meiden, die Sie nicht an Ihre Haut lassen würden.

Wenn die Weißlinienkrankheit sich stark ausgebreitet hat, ist eine (teilweise) Resektion der Hufwand erforderlich, um Zutritt von Sauerstoff zu den befallenen Stellen zu ermöglichen und damit die schädlichen anaeroben Mikroben zu vernichten.

Tipps zur Vorbeugung

• Unabdingbare Voraussetzung für gesunde Hufe ist eine ausgewogene Ernährung, die die essentiellen Bausteine für gesundes Gewebe liefert, Sohle und Hufwand stärkt und die Wahrscheinlichkeit und Schwere einer Erkrankung mit WLD verringert.

• Die wirkungsvollste Vorbeugung ist die Anwendung einer hochwertigen Futterergänzung in Verbindung mit der Behandlung mit einem lokal wirksamen Hufpflegeprodukt, das sicher anzuwenden ist und bewährte antimikrobielle Substanzen enthält.

J. Frank Gravlee, DVM, MS, CNS
Gründer von Life Data Labs, Inc.
Enwickler von Farrier’s Formula®

H. Scott Gravlee, DVM, CNS
Berater für Pferdeernährung
 Spezialist für Pferdeernährung

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